Frauenfußball Mali
KURZBESCHRIEB DES PROJEKTES
Das Projekt unterstützt und fördert Frauenfussball in Mali, um die Gleichstellung von Frau und Mann voranzutreiben.

Frauenfussball im islamischen Mali zu fördern erscheint auf den ersten Blick so ziemlich verrückt ? und das ist es wahrscheinlich auch. Das Projekt kämpft dann auch oft gegen Vorbehalte der Gesellschaft, die einzelnen Frauenfussballerinnen müssen viel einstecken. Von der dominanten Männerwelt werden die Sportlerinnen manchmal als 'kleine Rebellinnen' wahrgenommen, da sie sich in eine Männerdomäne vorwagen.
Wenn man das Projekt ein bisschen tiefer betrachtet, dann erkennt man, dass es um viel mehr als nur Fussball geht: Die Rechte und die Gleichstellung der Frau in der (islamischen) Gesellschaft sind das zentrale Thema - der Fusbball ist das Mittel zum Zweck.

PARTNERORGANISATION und PROJEKTDETAILS
Bd Sport Active arbeitet eng mit der lokalen Frauenrechtsorganisation AMPJF (Association Malienne pour la Promotion de la Jeune Fille et de la Femme) zusammen, welche das Projekt vor Ort umsetzt. Die AMPJF ist eine politisch und konfessionell unabhängige Nichtregierungsorganisation, welche durch lokale Personen gegründet und ausschliesslich von Malier/innen geführt wird.

Die malische Nichtregierungsorganisation finanziert sich seit Jahren hauptsächlich durch lokale Spenden und verfolgt folgende Ziele:
- Erhöhung der Einschulungsraten von Mädchen
- Sensibilisierung der Kommunen (vor allem der Männer), bezüglich der Rechte der Kinder und der
- Gleichberechtigung von Mann und Frau
- Ausbildung der jungen Mädchen bezüglich sexuellen Krankheiten
- Förderung des Austausches und Bildung von Netzwerken von Frauen in Afrika
- Förderung von wirtschaftlichen Aktivitäten von Frauen
- Organisationelle Stärkung von Frauenorganisationen und politisches Lobbying für die Rechte der Frau
- Förderung von Sportmöglichkeiten für junge Frauen
Der Fussball ist eines der Mittel für die Erreichung dieser Ziele: Jede Kommune, welche mit der AMPJF Zusammenarbeitet stellt eine Frauenfussballmannschaft. In den Kommunen werden wirtschaftlich Aktivitäten der Frauen gefördert, Sensibilierung betrieben und es wird Fussball gespielt. Die Fussballmannschaften (zZ 24 Mannschaften) treten jährlich in einem Turnier gegeneinander an.

Bild1: Mannschaftspräsentation beim 8. Fussballturnier im Jahre 2008
Bild 2 und 3: Eröffnungsreden vom Sportminister und Souadou im (einzigen) nationalen Fernsehsender
Bei dem Turnier gibt es neben Fussball auch Diskussions- und Netzwerkplattformen für Frauen(-organisationen), zudem werden die Spielerinnen bezüglich diversen Themen sensibilisiert.

Bilder: Ausbildung im Rahmen der ?paire ?ducatrices?
Mittlerweile hat auch die FIFA die Arbeit der AMPJF gewürdigt und in ihr Programm 'FOOTBALL FOR HOPE' aufgenommen. So entsteht in Bamako/Mali zur Zeit ein FIFA-finanziertes Fussballzentrum, welches Ende 2009 fertiggestellt werden sollte und von der AMPJF gemanaged werden wird.

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DIE ROLLE VON BD SPORT ACTIVE UND PROJEKTPRINZIPIEN:
Die Rolle der Bd Sport Active beschränkt sich auf die Lieferung von neuem Fussballmaterial. Vor jeder Lieferung wird sorgfältig überprüft, ob dadurch lokale Märkte zerstört werden könnten und ob es nicht sinnvoller wäre, das Material vor Ort zu beschaffen. Zukünftig sollen auch die Kompetenzen unserer Mitglieder genutzt werden; so sollen Schulungen für Trainer, Funktionäre und Verbandsmitgieder in Mali durchgeführt werden, um die lokalen Kompetenzen und die Zivilgesellschaft (hier: Vereine, Verbände) zu stärken.

Bild: Neue Bälle von Bd Sport Active sind in Mali angekommen!
Die AMPJF ist und bleibt ganz klar im 'Drivers Seat' des Projektes, die Bd Sport Active steht ihr je nach lokalen Bedürfnissen zur Seite. Die AMPJF arbeitet eng mit dem malischen Fussballverband zusammen und hofft, das Projekt eines Tages teilweise in den Verband integrieren zu können. Damit können Parallelstrukturen vermieden werden. Zudem ist ein sehr guter Kontakt mit den lokalen und nationalen Behörden vorhanden. So soll das Projekt auch in der nationalen Entwicklungsstrategie (Poverty Reduction Strategy Paper) verankert werden und somit zur strategischen Entwicklung des ganzen Landes beitragen.
Die nachhaltige Finanzierung des Projektes, sowie ein vermehrt Resultat-orientiertes Projektmanagement sind moment die grössten Herausforderungen, welche angepackt werden m?ssen.
Weitere Fotos des Projektes sind in der Bildergalerie zu sehen, zudem findet ihr unter Links die Webseite der AMPJF und den Partnerorganisationen.
Für Fragen steht Euch der Projektverantwortliche Christoph Inauen gerne zur Vefügung!
Hier können sie sich die Bilder zum Projekt Mail ansehen.
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